Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der Tiefe Staat wird nervös: Das Ceska 83 Verkündungs-Paradoxon

Am 9.11.2011 laut Protokoll im Zwickauer Schutt gefunden, 

am 10.11.2011 ans BKA gegangen, 

dort zuerst auf DNA-Spuren überprüft worden (nichts gefunden...), 

und am Morgen des 11.11.2011 bei den BKA-Waffenforensikern von KT 21 eingetroffen:

Die "Dönermordwaffe" W04 Ceska 83 mit Schalldämpfer.


Verkündet an eben jenem Vormittag des 11.11.2011, als 9-fache Mordwaffe.
Ungeprüft.


Das ist das Ceska-Paradoxon: 

Ungeprüft verkündet, 
oder 
es war bereits vor Auffinden bekannt, 
dass es die "richtige" Waffe ist.



Diesen Sachverhalt, mit original BKA-Akten samt Eingangsdaten und Auffindeprotokoll, hat der Arbeitskreis NSU letzte Woche dem Bundestags-Innenaussschuss bekannt gemacht.


siehe auch:

NSU-Prozess: Systematische Beweismittelfälschung durch Ermittlungsbehörden?

Falk Schmidli

Erst kürzlich berichteten wir über »fatalist«, den Whistleblower im NSU-Fall, der auf seinem Blog »Wer nicht fragt bleibt dumm« die BKA-Dokumente des NSU-Falles leakt und analysiert. Hier ist nun einiges in Bewegung geraten.



Nun antwortet der Generalbundesanwalt via Süddeutsche Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nsu-die-fotos-destoten-v-manns-1.2155614

Fehler in einem Polizeivermerk

Ein sogenannter "Arbeitskreis NSU" versucht seit Monaten, angebliche Manipulationen bei den Ermittlungen nachzuweisen. Er hat mit solchen Hinweisen auch den Innenausschuss des Bundestags angeschrieben und auf angeblich falsche Obduktionsberichte und andere Ungereimtheiten hingewiesen. So sei die Tatwaffe schon bekannt gegeben worden, als die waffentechnische Untersuchung noch nicht abgeschlossen war.
Ein Sprecher des Generalbundesanwalts erklärte, kurz nach dem Tod von Mundlos und Uwe Böhnhardt habe es in der Tat einen Fehler in einem Polizeivermerk gegeben, zudem einige Übertragungsfehler, die aber später korrigiert worden seien. Von einer Aktenmanipulation könne aber nicht die Rede sein. Man müsse nicht auf ein schriftliches Waffengutachten warten, bis man dessen Ergebnis mitteile. Es gebe ja auch Telefone, sagte der Sprecher.
Thema verfehlt, Setzen, 6.

Es geht um den BEGINN der Waffenprüfung am 11.11.2011, ihr Schlaumeier müsst ganz schön verzweifelt sein, um derart blödsinnige Antworten völlig am Thema vorbei zu geben.
Prüfung per Telefon? 
Mordnachweisprüfung per Fax?

Elektronenmikroskopischer Abgleich nach Instandsetzung, Beschuss etc mit den alten Mordhülsen der 9 Morde zwischen 2000 und 2006 innerhalb von Minuten?
Gar per Skype?



Es kann keine Waffe am Vormittag des 11.11.2011 verkündet werden

als 9-fache Mordwaffe, 

deren Begutachtung erst am selben Vormittag beginnt.


Kurzfassung:

http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/2014/08/keine-donermordwaffe-die-zwickauer.html


Hier ist es in voller Länge wunderbar zu erkennen: 

Bundestags-Innenausschuss-Fassung.
https://docs.google.com/file/d/0B9mOc3CaKbGPX1A3eGdSbjl0UFk/edit

Kommentare:

  1. vielen Dank an Fatalist und den Arbeitskreis NSU. Das formulierte "Ceska Paradoxon" zeigt auch außenstehenden Personen anschaulich an einem überschaubaren(!) Beispiel, wo der Hase im Pfeffer liegt. Bitte mehr von solchen Beispielen, kurz formuliert und für jeden verständlich. Danke!

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  2. nimm Dir die Pumpgun-Hülsen-PDF vor, die hat der Kopp-Verlag auch bei Google.docs hochgeladen.

    Das ist ein Augenöffner.

    Kurz und prägnant.
    Tödlich für die Ermittler... Schachmatt.

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  3. Hahaha....da mußte ich wirklich beim lesen feixen! Dieses arrogante Dreckspack - diese Feinde der Demokratie!

    oink oink

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  4. @fatalist
    Das Schreiben der Staatsanwaltschaft ist NICHTIG !
    Es genügt infolge der fehlenden Unterschrift nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Form.
    Der Zusatz „elektronisch erstellt u.ä.“ nimmt dem Schreiben sogar jegliche Rechtskraft.
    Insbesondere juristisch ausgebildeten Personen als vermutlicher Absender ist eine Täuschung im Rechtsverkehr zu unterstellen, eine zweifelsfreie rechtliche Zuordnung des Verantwortlichen ist nicht möglich.
    Die rechtlich zwingenden Grundlagen für die eigenhändige Unterschrift “amtlicher“ Schreiben finden sich in den §§ 126 BGB, 315 ZPO, 317 ZPO, 275 StPO, 12 RPflG, 117 I VwGO und 37 III VwVfG.
    Das Schreiben sollte zurückgewiesen und die Bearbeitung der Anzeige (Fristen) gefordert werden.
    Die Sache mit den Unterschriften allerdings ist eine weitere Baustelle, die es in sich hat.
    Und, den NSU-Schwindel gibt es nur, weil im Sumpf dieser BRiD noch weit mehr und noch viel größere Giftpflanzen prächtig gedeihen!

    rumpelstielzchen

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