Samstag, 27. September 2014

Überraschung im Zschäpe-Prozess: Gericht ordnet erneute Untersuchung der NSU-Waffen an

... so titelte der FOCUS      am

Freitag, 28.02.2014, 15:38 · von FOCUS-Redakteur 


Überraschung im Zschäpe-Prozess
Gericht ordnet erneute Untersuchung der NSU-Waffen an
Das war eindeutig die falsche Schlagzeile.




Richtiger hätte sie lauten müssen:

Überraschung im Zschäpe-Prozess
Senat unfähig, Nebenklage zu doof, Prozess wird abgebrochen, Herbert D. weint

Warum?
Der Focus schreibt:

Das Bundeskriminalamt überprüfte 2011 nur vier von elf Schusswaffen aus dem Zwickauer Terroristen-Versteck auf Fingerabdrücke. Die Mordpistole Ceska war nicht dabei. Nun fordern einige Nebenkläger Aufklärung.

Sieben Waffen für Analyse ungeeignet
Das BKA bestätigte den Vorgang gegenüber FOCUS, verteidigte jedoch seine damalige Entscheidung, nur vier Pistolen und Gewehre auf Fingerabdrücke zu überprüfen: „Die sieben anderen Waffen waren auf Grund der Brandeinwirkung für eine entsprechende Untersuchung nicht geeignet, daher konnten keine daktyloskopischen Spuren gesichert werden.“
Einige Nebenkläger im NSU-Prozess bezweifeln diese Darstellung. Rechtsanwalt Jens Rabe sagte FOCUS: „Das Vorgehen der Polizei ist für mich völlig unverständlich.“ Er fühle sich in seiner Auffassung bestärkt, „dass die Arbeit der Ermittlungsbehörden ständig hinterfragt und kontrolliert werden muss“.

Was schreibt der Focus nicht?

Dass die Waffen zuerst auf DNA-Spuren geprüft wurden, danach die Tatwaffen (sämtliche 4 Stück ohne Uwes-DNA!) zerlegt, gereinigt, instandgesetzt, eingeölt und dann beschossen wurden, also gar keine Fingerabdrücke mehr von Tätern gefunden werden können.



Beschluss des OLG-Senats:
Der Vorsitzende Richter Manfred Götzl veranlasste daraufhin am 20. Januar, dass die „bislang noch nicht untersuchten Waffen“ auf Fingerabdrücke überprüft werden, so FOCUS.


Trottel des Jahres, Nominierungen  für Götzl und Rabe.
Glückwunsch!

Wie sehen solche Vollpfosten eigentlich aus?



Quelle: stuttgarter-zeitung.de
Quelle: BILD



Und für den Medienpreis "sinnfreie Berichterstattung, die verwirrt statt erklärt"
ist Schattauer ein ganz heisser Kandidat. Jedes Jahr wieder!

http://p5.focus.de/img/fotos/origs1140524/4180476840-w639-h541-o-q75-p5/goeran-schattauer.jpg




Wer das nicht verstanden hat, muss den vorigen Blogbeitrag nochmals lesen.
http://wer-nicht-fragt-bleibt-dumm.blogspot.com/2014/09/das-dna-problem-bei-den-waffen-zu-viele.html


1 Kommentar:

  1. Leider muss ich anmerken, dass der RA Rabe zumindest in die richtige Richtung "geschielt" hat:

    "Es wäre nicht ohne, wenn so genannte "Beweise", etwas mehr Qualität hätten".

    Vom Sachverständnis jetzt mal abgesehen, scheint mir dieser Anwalt der Nebenklage, den Job der Verteidigung besser zu machen, wie die Leute die dafür auch noch bezahlt werden.

    Aber das werden alle Juristen vergessen haben ... es geht nur noch um Sieg oder Niederlage.
    Und die Nebenklage braucht nicht am Erfolg zu zweifeln - allein zahlenmäßig sind sie der "Verteidigung" überlegen - auch ohne Nachweis der Täterschaft und des Bezuges der Angeklagten.

    Und am Ende: "...im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil..."

    Das Volk hat dank (Dir) Fatalist, die Möglichkeit, sich eine Meinung zu bilden - aber noch lange kein Mitspracherecht.

    Wen können wir zur "Wahrung des Rechts" beauftragen???
    __
    Beste grüße

    und weiter so!

    Neckarsulm

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