Dienstag, 26. August 2014

Wer hat in Heilbronn was gesehen: Die Augenzeugen



Es wird Zeit, dass das Wirrwarr des NSU-Abschlussberichtes des Bundestages um den Polizistenmord in Heilbronn entknotet wird. 

Einen kleinen Vorgeschmack gab es bereits Gestern, als die Sabotage von Ermittlern bei der Überprüfung der Audi 80 mit MOS-Kennzeichen (Fluchtwagen) aufgezeigt wurde: 

Durch die nachträgliche Eingrenzung auf "Dieselfahrzeuge" noch am 26.4.2007, nur 1 Tag nach dem Mord beim Kraftfahrtbundesamt wurden dadurch etliche Audis einfach "vergessen". 

Das fiel dann Jahre später auf, und wurde nicht mehr korrigiert, weil der 4.11.2011 "dazwischen kam". Siehe hier:

Heilbronn: Die Sabotage der Ermittlungen von Anfang an. J´accuse !

Ebenso ist es sehr bezeichnend, dass die Ringalarm-Kennzeichen von 10 Kontrollstellen der Ringfahndung "verloren gingen" laut Focus.de. 


Auch wissen wir, dass sowohl an Beutegeld im Eisenacher Wohnmobil als auch an Kiesewetters Handschellen in Zwickau die DNA derselben "tatortberechtigten Person" gefunden wurde, ein unglaublicher Skandal, der komplett vertuscht wurde:

Montag, 4. August 2014



Über gefälschte Wohnmobil-Ausleihverträge mit falscher Steuernummer des Vermieters Caravan Horn und anderem Logo brauchen wir nicht mehr zu diskutieren: 
Siehe Fahrzeuge.




Jetzt machen wir etwas Anderes:

Die Augenzeugen von Verdächtigen am 25.4.2007 sollen entwirrt werden:
1. Wer sind sie?
2. Wen haben sie gesehen?
3. Wann meldeten sie sich bei der Polizei?

Dazu bedienen wir uns NICHT des Abschlussberichtes von 2012, den zahlreiche Journalisten nie veröffentlichten, sondern wir nehmen uns eine Liste vor, die die Spuren-Nummern und die Bilder zu diesen Spuren Nummern vereint.

Wir nehmen Ordner 14.




Sehen Sie dort einen Putin?
Natürlich nicht.

Den Putin mit Signatur gab es nur für allzu neugierige Journalisten?
Diesen hier:



Und darin findet man den Putin mit Signatur von 1999 oder 1998.
Dort wo Signaturen gewöhnlich stehen: unten rechts.


Quelle: Hajo Funke-Blog
Wer die Signatur entziffert bekommt ein Eis.


Das Beste an der ersten Übersicht ist: Die Spuren-Nummern stehen dabei.
So lassen sich die Phantome den Zeugen zuordnen.



Spur 22 ist die "Vertrauensperson 1749 der Polizei Heilbronn", das schreiben die investigativen Journalisten gerne und oft.

Es stimmt auch, fast: Der Zeuge wurde wegen dieser Aussage erst zur Vertrauensperson, vorher war er das nicht. Sein Name ist Anton Moser, Russlanddeutscher, und diese Info steht seit Juli 2013 im Politikforen.net "Dönerstrang".


Was hat Anton Moser am 25.4.2007 gesehen?
Er hat sich noch am selben Tag bei der Polizei gemeldet!







Und das ist das Phantom dazu:



Also: 25.4.2007 gesehen und berichtet, Vertraulichkeit zugestanden bekommen, sah Audi 80, blau, MOS-Kennzeichen, wo ein Mann mit Tattoo etc pp, Lesen können Sie sicher selbst.






Man legte Moser denn auch viel später 10 Fotos von Männern mit solchen Tattoos vor, die aber leider nicht das richtige "Kreuz auf Hügel"-Tattoo hatten:



Moser ist auch mit einem Stuttgarter Journalisten 2010 die Wege abgegangen, die er mit der Polizei bereits 2007 abschritt. Und 2009 nochmal, am Neckarufer.




Warum Russen?
Na wegen "Dawai Dawei", schnell schnell, das rief der Fahrer dem Mann zu.

Am 26.4.2007 steht das bereits in der FAZ:


http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/polizistenmord-in-heilbronn-blutverschmierter-mann-in-der-naehe-des-tatorts-1438445.html
Oettinger vertuscht bereits fleissig, und für die Polizei ist diese Aussage nicht wirklich wichtig:


Ermittler sprechen nicht von heißer Spur
Die 35 Mitglieder starke Sonderkommission „Parkplatz“ sucht als Zeugen unter anderem zwei Radfahrer, die sich zwischen 13 und 14 Uhr in der Nähe des Tatorts befanden. Ein Zeuge habe berichtet, dass der blutverschmierte Mann einen der Fahrradfahrer fast umgerannt habe. Die Polizei bewertete die Aussage allerdings zurückhaltend. 
Das Gegenteil ist wahr: Man ermittelte alle Audi 80, "vergass" aber die Benziner, und man erzählte wie üblich Blödsinn. Natürlich Audi-Recherche über KBA und über die Ringalarmlisten.


Es ist also klar, dass ein Bundestags-Untersuchungsausschuss, der die Tatbegehung durch 2 Uwes gar nicht hinterfragen darf(!!) ebenso wenig Interesse an diesem Zeugen hat wie eine Bundesanwaltschaft, die eine Zschäpe wegen Mittäterschaft bei diesem Mord der Uwes vom NSU lebenslänglich einsperren lassen will.


Das sollte Sie also nicht weiter wundern.


Nun taucht derselbe Zeuge 2 Jahre später wieder auf, dieses Mal (das Wattestäbchen-Phantom ist inzwischen aufgeflogen) unter seinem richtigen Namen:

Anton Moser. 

Und er erzählt, warum er sich erst jetzt meldet:

Weil er die moralische Verpflichtung spürte, das zu tun, nach dem das mit der Mörderin nichts war, und neue Spuren gesucht werden müssen.



Osteuropäerin und Pole.

Keine Friseuse der NPD, kein NPD-Kader aus Krokusland.

Die Phantome:




Zu den Bildern:



Diese Phantome sind unwichtig. Kein Polizistenblut, kein gar nichts.






Auch wegen diese Blut-Tempotaschentücher wurde ein riesen Aufriss gemacht.
Völlig unwichtig.

Die Glaubwürdigkeit der VP 1749 bzw. des Anton Moser ist zwiespältig.





Als es Ende 2010 endlich an die Veröffentlichung von 3 Phantomen gehen sollte, was die Staatsanwaltschaft verhinderte, da war vom Zeugen Moser nur der Blondschopf dabei, der in den Audi hechtete.

Auch andere Phantome kann man vergessen, Georg Lehle hat dazu einen ausführlichen Beitrag geschrieben: 
http://friedensblick.de/10279/nsu-rekonstruktion-heilbronner-polizistenueberfall/


Eine halbe Bestätigung für den Audi-Blondschopf ist dieser Zeuge:



Die Örtlichkeit passt, die Zeit passt, kann das derselbe Mann sein?
Spur 88.








Osteuropäer. Uninteressant.




Den blauen Hubschrauber (aus Nachvernehmung) gab es nicht.
Dieses Phantom gehören zur Spur 207:



Auch unwichtig. Das ist offensichtlich ebenso Blödsinn wie der "Tino Brandt":




Auch noch Russe...



Die beiden letzten auf der Liste sind ebenfalls unwichtig, nur weil Jemand einen Schausteller fragt, was da passiert sei...  Spur Dominik SCHWAIGER




Noch mehr Russen. Im MOS-Audi A4!


Die beste Zeugin war Lieselotte Walz: Blaues Auto, später dann hell, aber MOS-Kennzeichen.





Das sind diese Phantombilder:






Sie sehen, für die NSU-Anklage "Uwes" war da nichts dabei.
Darum wurde auch keiner der "Russenzeugen" vorgeladen.


Der Staatsanwalt Meyer war damals der Meinung, im Oktober 2010, dass diese Aussage sehr gut war:

Unter der Voraussetzung, dass die Tat tatsächlich geplant war, wovon aufgrund des Tatablaüfes und der erforderlichen Tatmittel auszugehen ist, wäre es lebensfremd anzunehmen, dass keine Fluchtvorbereitungen getroffen worden sind, die insbesondere wegen des Abtransportes der erbeuteten Gegenstände dringend geboten war, um einer Entdeckung zu entgehen. Aus diesem Grund ist es naheliegend, dass in Tatortnähe ein Fluchtfahrzeug geparkt war, in das zumindest einer der Täter kurz nach der Tat geflüchtet und abgefahren ist und wohl dann wenig später der  zweiten Täter in Tatortnähe aufgenommen wurde, was sich mit den Beobachtungen der Zeugin Lieselotte Walz mühelos in Einklang bringen lässt .





Und was kann man nun aus diesem Wirrwarr herausdestillieren?




Ein Russe mit blutverschmiertem Arm, der in einen MOS-Audi hüpfte, oder in einen Mercedes?



Soll das der Täter sein?

Und was ist mit dem Zeugen Moser?
Sollen diese Bilder den anderen Täter beschreiben?









Aber warum gewährt man Moser erst die Vertraulichkeitszusage, KHK Koppenstein, und am nächsten Tag streicht derselbe Beamte die Benziner-Audis aus der KBA-Abfrage?

Mein Fazit lautet, vorläufig:

Da waren 3 Osteuropäer mit einem blauen Audi 80 oder A4 vor Ort, einer Limousine, die warteten auf etwas. Sie fuhren einen Benziner.

2 von ihnen könnten die Polizistenmörder sein.

Der 3. wartete im Auto, und sammelte nach dem Mord erst den Einen ein, vor 14 Uhr, und danach an einer anderen Stelle den Anderen. 

Diese Leute nahmen keinesfalls die Dienstwaffen mit.
Fragen Sie Romani Rose, oder Adolf Heilig.
Das mit den Waffen lief ganz anders...

Mittwoch, 30. Juli 2014


Hör auf zu labern, Romani Rose !

Ein besonders krasses Beispiel von Gehirnwäsche lieferte der Vorsitzende des Zentralrates der Zigeuner  Sinti & Roma Romani Rose ab, als beim OLG München der Heilbronner Polizistenmord nicht aufgeklärt wurde.
Und die Mörder laufen immer noch frei herum.

Kommentare:

  1. Heißt der Artikel, dass die Phantombilder (bis auf "Putin"-Bild) nicht mehr als Fälschung bezeichnet werden? Es wäre dann eine Entschuldigung an Thomas Moser und uns alle fällig!

    Dass das Putin-Bild auf Anton M. zurückgeht, kann ich von dem Ermittlungsbericht nicht bestätigen. Bei mir steht ein anderer Name. Ich versuchte "Adalbert L." telefonisch zu erreichen, gefunden übers Telefonbuch, aber die Nummer ist tot gewesen.

    Auch kann ich leider die Beweisführung von "fatalist" nicht nachvollziehen, dass das Putin-Bild auf Anton M. zurückgeht.
    "Das Beste an der ersten Übersicht ist: Die Spuren-Nummern stehen dabei. So lassen sich die Phantome den Zeugen zuordnen."?!?

    Es wäre natürlich ein Skandal, wenn "fatalist" Recht hätte.

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  2. Wer hat die Seite des Berichtes mit dem Putin (als Screenshot) seit Juli 2013 unterschlagen, Herr Lehle?

    20 Mal darum gebeten worden, aber nie reagiert!

    Wer war das?

    Das war doch wohl der Herr Georg Lehle. Und der Herr Thomas Moser.


    Also fordere von mir keine Entschuldigungen, ich glaube es hackt.

    Ihr habt das Alles schön verheimlicht, nie veröffentlicht, und selektiv ein paar unwichtige Fetzen geblogt.

    Aber das ist jetzt vorbei.
    Jetzt gibt es Heilbronn Leaks.
    Hier auf dem Blog.

    Und ja, dieser Kommentar von Dir bleibt stehen. Obwohl er kackdreist ist.

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  3. Verstehe ich das richtig?
    A. Moser sagte erstmalig direkt nach der Tat aus. Wurde so zur VP 17xy.
    2 Jahre später sagt er erneut aus, diesmal eine völlig andere Beobachtung.

    Inzwischen hat er bei einigen anderen Taten gute Informationen an die Polizei gegeben, laut Glaubwürdigkeitsprüfung.

    Das ist irgendwie erstaunlich. Seine erste Aussage deckt sich in einigen Punkten gut mit der von Fr. Walz.

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  4. Moser hat 2009 eine Fehlspur gelegt.
    Völlig richtig.

    VP ist er immer noch...

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  5. Ein Gedanke zu "Putin":
    Das Bild scheint mir ein psychologischer Test zum Aussageverhalten und zum Wahrheitsgehalt der Aussage zu sein.
    Vielleicht auch als lockerer Türöffner gedacht.

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