Donnerstag, 28. August 2014

Warum rief der BFE-Boss das Handy Kiesewetter an, die tot vor ihm lag?

 Zitat:
Die Spurensicherung ist bereits vor Ort, als Thomas B. auf der Theresienwiese eintrifft. Er sieht Michèle Kiesewetter neben dem Polizeifahrzeug liegen und – reagiert ungewöhnlich. 
Genau 15.26 Uhr wählt er die Handynummer seiner toten Kollegin. So steht es in den Ermittlungsakten. Eine einleuchtende Erklärung, warum Thomas B. vom Tatort aus die anderthalb Stunden zuvor ermordete Polizistin anruft, sucht man in den Unterlagen vergebens.
Quelle: Geheimsache NSU. Tatort Theresienwiese 
Autor: Frank Brunner
Mai 2014.




Nähern wir uns anhand der Akten dem beschriebenen Sachverhalt an:

Die Situation ist bedrückend: Eine Polizeibeamtin ist nur knapp 30 Minuten zuvor ermordet worden, der in zivil gekleidete Einsatzführer Timo Heß eilt zum Tatort, und die Ermordete hat ein rotes Handy in der Hand. 

Der Erste Polizist am Tatort findet das ebenfalls merkwürdig.



Sie hat das Handy in der Hand, er hat das Brötchen in der Hand.



Vollkommen überrascht, da gab es keine Bemerkungen über "Männer die eine Auskunft wollen", wie später Martin Arnold aussagen wird, das habe Kiesewetter noch vor ihrem Tod gesagt, "Nicht einmal hier hat man seine Ruhe".

Ich mag diese NSU-Fiction irgendwie, weiss selber so recht, warum eigentlich:


Kurz bevor die Welt um ihn herum verschwindet, schaut
Polizeimeister Martin Arnold noch einmal in den Rückspie-
gel. Deshalb sieht er ihn kommen, diesen Mann, der aus dem Schatten des Trafohäuschens tritt, neben dem er und seine Kollegin mit ihrem grün-silbernen 5er-BMW parken. Der Mann im Spiegel ist im mittleren Alter, trägt ein helles Kurzarmhemd, dunkle Jeans, dunkle Schuhe, dunkle Haare. Noch ein paar Schritte und er erreicht die Beifahrertür. In diesem Moment bemerkt Arnold eine zweite Gestalt auf der anderen
Seite des Wagens, dort, wo seine Streifenpartnerin hinterm
Steuer die Pause mit einer ihrer Gauloises genießt. Es ist ein
sonniger Tag, 25 Grad Celsius, die Beamten haben die Seiten-
scheiben heruntergelassen; sie reden, rauchen. Bis die Männer
auftauchen. »Nicht mal hier hat man seine Ruhe«, hört Ar-
nold die Kollegin sagen. Dann geht alles ganz schnell. Der
junge Polizist sieht noch die weißgrauen Härchen auf den
Armen des Mannes, registriert ein Geräusch, spürt, wie er aus
dem Fahrzeug fällt und mit dem Gesicht auf die Kieselsteine
kracht. An dieser Stelle enden seine Erinnerungen.

Südeuropäer, Zigeuner, 
Herr Brunner, ja warum fehlt das bei Ihnen?








Na wegen Kapitel 2 des Meisterwerkes:

Braunes Netzwerk im LändleDer Ku-Klux-Klan in Baden-Württemberg zog offenbarPolizisten und V-Leute an. Mindestens ein Spitzel hatteNSU-Verbindungen. Zeugen sterben unter ungewöhn-lichen UmständenThumilan Selvakumaran
Wer braune NPD-Mörder konstruieren will, der darf nicht vorher Südländer und Zigeuner erwähnen. Ist doch klar. 

Verlassen wir also besser die NSU-Poesie und wenden uns wieder den Akten zu:



Timo Heß obliegt die Verantwortung, den Chef der BFE 523 anzurufen: Thomas Bartelt.
Der ehemalige SEK-Mann hat die BFE 523 seit ihrer Gründung 2005 geführt.



Kiesewetter gehörte dort zum zivilen Aufklärungstrupp.
Ankaufen von Drogen, um danach die Dealer verhaften zu können.
Zivil in der Russendisco vor der Razzia die Lage erfassen, und die Notausgangstüren dann dem SEK öffnen.

Kiesewetter hatte Schiss vor den Russen, also vor diesen Rauschgiftringen, und diese Aussage findet sich mehrfach in den Verhörprotokollen der Kollegen.

Es finden sich auch Drohungen gegen die Polizei, bis hin zu Morddrohungen, die Aktenauszüge sind downloadbar. 
Aber ohne "Haken auf der Downloadsite unten"!!!Rausnehmen den Haken, "Beschleuniger verwenden", NEIN, nicht verwenden, denn dort sitzt die Malware!!!

Weiter im Kontext:

Timo Heß rief also ca. 10 Minuten nach seinem Eintreffen am Tatort den Boss an.
Thomas Bartelt. 

Dessen Vernehmung ist erst sehr spät, damals: (alles in der Downloadakte drin!!!)





Das war es. 2 Seiten. Erstaunlich wenig!

ABER: Der Mord stehe nicht in Verbindung mit den Sabotage-Akten an Autos von BFE-Leuten im Fitness-Studio "Easy-Fit" in Sindelfingen 

(der Prototyp einer Mafiabude, Albaner, Türken, Russen etc, aber man handelt dort (!!!) einen Sondervertrag mit günstigen Konditionen für die BFE 523 aus. Gibt es in Böblingen keine Muckibuden?)

Steht in den Akten! 
Man nutzte diesen Laden noch für völlig andere "Deals", das ist die These.
Deals mit Rauschgift und mit Waffen, nur dann macht ein versifftes Studio weit weg überhaupt Sinn.

Und dort passieren dann auch diese Manipulationen an mehreren Autos.
Mehrere Zeugen berichten davon: 2006 fing der Ärger bereits an.


sieh an. der Kollege Matthias STEIN weiss mehr...

Thomas Bartelt meinte, das habe nichts mit dem Polizistenmord zu tun.

Es dauert dann 4 Jahre, bis Bartelt zum ersten Mal überhaupt gründlich befragt wird.
Ein unglaubliches Versagen der ersten beiden SOKOs Parkplatz.






2011 gab es den Putin. Ist doch schön.

Wichtig ist aber Nr. 15 auf Lichtbildmappe 23:





Dieser Bozo verkehrt in den "Russen-Discos", in Schlips und Kragen, und seine niederen Chargen im versifften Fitness-Studio in Sindelfingen, mit der BFE 523 und 514 gemeinsam.

In diesem Russenladen "Luna" findet der verdeckte Einsatz von Kiesewetter statt, bevor das SEK anrückt, siehe oben. Bozos örtliche Dealer sind es auch, die das angelieferte Rauschgift verticken. Ob in Heilbronn oder anderswo... und diverse Ankäufe in Zivil hat Kiesewetter durchgeführt, mit anschliessender Verhaftung, dieser Dealer, Bozos Leuten?, und Kiesewetter hat entsprechend Schiss, wenn sie in Uniform in Heilbronn Dienst tut. 

Sagt sie mehreren Kollegen. Da sie sich aber angeblich freiwillig meldet, kann diese Angst kaum übermässig gross gewesen sein.

Und die Rolle von Thomas Bartelt (und die einiger seiner BFE 523-Vertrauten, wie zum Beispiel Kollege Stein und Kollege Seyboth) ist dubios:



Was wäre denn, wenn die BFE 523 in den lukrativen Drogenhandel verstrickt war, natürlich nur der Boss (Andi Riess BFE 514, also eher die Bosse) und ein paar Vertraute, und dieses Fitness-Studio der Absprache von Geleitschutz diente, dem Schutz dieser mafiösen Strukturen? Gegen gute Bezahlung, natürlich...

Die Frau vom Gilbert Heilig war dafür bekannt, dass sie 10 Bomben (?) schlucken konnte!
(fiel mir gerade ein, kommt auch noch dran...)


Also: Timo Heß ruft den Boss an:




Der Anruf von Heß muss etwa um 14:40 Uhr gekommen sein.
Das Uwemobil ist schon registriert, gerade eben. Ringalarm LB 3 , Liste auf Seite 1. 
Aber erst im Dez. 2011 entdeckt. Sorry, muss sein... 
lag zuvor 4 Jahre im Pappkarton begraben... Skandal.


Und dann kommt Thomas Bartelt am Tatort an und ruft Kiesewetter an, 
als die doch tot vor ihm liegt:





"Es ist aber gut möglich, dass ich bei ihr anrief, als ihr Name als mögliches Opfer fiel."
Das war also, als Bartel noch mit dem Fahrrad am Bärensee radelte, weit weg...
so seine Aussage. Eine Falschaussage. 

Fakt ist, dass Kiesewetter 2 Handys dabei hatte, ein dienstliches und ein privates.

Und Fakt ist ebenfalls, dass die Daten des dienstlichen Handys "auf dem Postweg verloren gingen" und nicht nochmals angefordert wurden. KOK Bauditsch hat das mutmasslich verschwinden lassen. Siehe Akten unten.

Und Fakt ist auch, dass sich Bartelt wunderte, warum sein Kollege, der Einheitsführer der BFE 514 Andi Riess, so ruckzuck am Tatort war.

Und FAKT ist, dass Bartelt unter Personenschutz stand, weil er die Frau des Mafiabosses aus Heilbronn, des oben genannten Bozo Culafic, eine gewisse Duska, als VP für das LKA Stuttgart angeworben hatte. 

DAS ist die EV Da Capo.










Bartelt wundert sich, dass sein erbitterter Konkurrent von BFE 514 schon dort war.
Andi Rieß ist hochgradig verdächtig.
Kam der wirklich aus Böblingen, oder war der schon vorher dort?
Mit diesem Daniel Seybold zusammen, der dienstfrei hatte und um 14:45 dort Leute feststellte?
Dessen DNA man am Gürtel eines der Opfer fand, wie die von Matthias Stein auch?





Endlich ein Special Forces Mann aus den USA:  Brian Gould.
Fast so gut wie DIA-Protokolle... und echt!




Und hier ist VP Duska.



Die Geheimdienste haben dort schon mitgespielt, in Heilbronn und bei der Drogenmafia, aber eher nicht die Amerikaner. 

Sie sehen also, da müsste mal richtig ermittelt werden.
Dringend.
Dort stinkt es.



Und wer versteckt sich noch auf der Lichtbildvorlage aus 2011, Nr. 23?







Ein uraltes Foto vom mutmasslichen Kiesewetter-Mörder Zoran Stevanowic findet man dort.

Warum hatte Ö3 aktuelle Bilder, in Farbe, die Verbrecher sassen schliesslich seit 2009 im Knast, aber die Soko Parkplatz des LKA Stuttgart verwendet 2011 uralte Bilder und prüft die DNA über 2 Jahre lang nicht ab?

Das war eine rhetorische Frage...

Kommentare:

  1. Schade. Das Forum hat man wohl dicht gemacht.
    Was stand da so heißes?

    Die Akte mit dem Bartelt Verhör hat es in sich.
    Warum fragte man den, ob er Poker spielt?
    Hatte der Mann Schulden?
    Hatte der Mann sonstige dubiosen Kontakte?

    Es wird nie rauskommen. Fatalist hat nur einen Teil der Akten. An die heißen Akten kommt er nicht ran, die liegen bei den Geheimdiensten und man wird die Wahrheit nie erfahren.

    Wenn Staatsanwälte und hohe Beamte die Ermittlungen so verschleppen und ausbremsen, teilweise sogar manipulieren dann muss mehr dahinter stecken.
    Eine ganz ganz heiße Sache, du so brisant ist, dass sich höchste Stellen (Innenminister) einschalten.


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  2. Vielleicht wollte jemand sicher gehen, dass ein vorheriger Anruf "nach oben rutscht". d.h. War es bei Mobiltelefonen dieser Generation üblich, bei neu eingehenden oder verpassten Anrufen, vorherige Anrufdaten durch die Neuen zu ersetzen. Vielleicht konnte ja nicht ausgeschlossen werden, ob nicht zuvor noch kommuniziert wurde(da es zu einer gewissen Routine gehörte und sicher ist nun mal Sicher).

    Zu der Sim und dem Gerät kann ich keine präzisen und verbindliche Behauptungen aufstellen, doch war es immer verdächtig, wenn des Partners Telefonliste statt 10 nur 9 Einträge hatte;-)

    Um diesen Zustand zu vermeiden, hat man eben das Handy per Festnetz zuhause "gesucht", weil man es verlegt hatte.

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