Donnerstag, 7. August 2014

Warum hat Pfoser KT 21 des BKA vor Gericht gelogen bzgl. des Schalldämpfers?

Der BKA-Sachverständige Leopold Pfoser hatte 3 oder 4 Auftritte vor Gericht, wie sein Chef Ruprecht Nennstiel auch. Die Termine kann man bei SWR-Terrorholger suchen, und dann findet man auch die zugehörigen NSU-Watch-Protokolle zu den jeweiligen Tagen.

Den Aufwand können wir uns sparen, es ist bereits im Blog:

Dienstag, 24. Juni 2014

Ermitteln verboten. Aus einer Stasi-Ceska wurde eine Schweizer Waffe gemacht? Teil 6

In Teil 5 wurde aufgezeigt, wie Ceska Verkäufer Andreas Schultz und Ceska-Käufer Carsten Schultze sich mit der Bundesanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt "einigten", und so die Dönermordwaffe pünktlich zum 1. Mord zum "NSU" kam.

Straffreiheit für den Verkäufer, vermutlich Bewährungsstrafe und Zeugenschutz für den Käufer.
Dort findet man folgende Passage:

Die Frage bleibt, warum das BKA 2006 stolz verkündete, man habe an den Projektilen aus den Opfern winzige Spuren von Aluminium gefunden, immer an derselben Stelle, und diese Spuren konnte man bis 2004 zum Mord Turgut zurück verfolgen, (vorher weiche PMC-Geschosse, kein Alu dran), aber als man den Schalldämpfer dann 2011 in Zwickau fand, an der Pistole, da untersuchte man den Schalldämpfer nicht auf Alu-Abrieb (auf die Projektile) ???

Warum nicht?


Auf Frage des anderen Verteidigers von Carsten S., RA Pausch, verneint Pfoser, den Schalldämpfer darauf hin untersucht zu haben, ob er innen aus Aluminium gefertigt ist, die Identifizierung habe eine andere Stelle gemacht. Sie hätten das deswegen nicht gemacht, so Pfoser, weil sie es nicht mehr für relevant hielten. Wie erwähnt, sei das ja kein Nachweis, dass es sich bei dem Schalldämpfer um den Tat-Schalldämpfer handeln müsse. 
Es sei ja kein Beweis, sondern nur eine Bestätigung, dass es der gleiche Schalldämpfer gewesen sein könnte, man könne aber anhand der Anhaftungen keinen Schalldämpfer identifizieren. 
Andere Möglichkeiten für Alumuniumauftragungen außerhalb eines Schalldämpfers gebe es nicht, es müsse ein Gegenstand gewesen sein, der immer im gleichen Abstand war. Die Plausibilität sei nicht anders denkbar als durch einen Schalldämpfer.

Das ist der Waffengutachter des BKA, der da erklärt, es müsse ein Schalldämpfer gewesen sein, der die Aluspuren auf die Projektile übertragen habe, aber er habe das nicht überprüft, es wäre nicht wichtig und kein Nachweis. Das BKA hatte diesen Schalldämpfer niemals im Labor

Die Wahrheit steht im Gutachten: 
KT 22 hat nur die Waffennummern 034678 wieder sichtbar gemacht, steht da, 
und den Schalldämpfer D017 hat KT 21 untersucht.

 Pfoser und Nennstiel.


 ...




Es ist nicht unsere Aufgabe, Falschaussagen vor Gericht zu ahnden, aber sie zu benennen und zu belegen. 
Das ist hiermit geschehen.

Konsequenzen?


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Zum Fachlichen:

Der Schalldämpfer hat eine Kennung: D017 auf der Stirnfläche der der Waffe zugewandten Seite.


Frage an das BKA:

Welche Kennung steht auf den BKA-STASI-Ceskas 83, auf deren Schalldämpfern?

Etwa D017 ?
Oder Zahlen zwischen D01 und D025?
Oder Zahlen zwischen D01 und D055?
(55 = Summe 1. Charge 1984 und Summe 1. Charge 1984: 25+30)


Zusatzfragen:

Wie lauten die Seriennummern der Stasi-Ceskas, oder haben die keine?
Wie lauten die Beschusszahlen der 1984er Stasi-Ceskas, oder haben die gar keine?

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Service für die Leser 1:
Könnte es vielleicht sein, dass dem Geheimdienst einige V-Männer entglitten sind, bewaffnet mit Pistolen aus tschechischer Fertigung
fragte Laslo Tolvaj, Chefredakteur im Schweizer Waffenmagazin 6/2013
Hut ab, Chapeau !



Service für die Leser 2:

Das gesamte Gutachten zum Nachlesen:










Service für die Leser 3:

Das Waffennummer-Wiederherstellungsgutachten von KT 22:








1 Kommentar:

  1. Der Scheiss ist, wenn sie den SD getestet haben, wird man evtl. schon Abrieb des SDs feststellen (falls man die Sache doch noch anschaut). Aber man wird nicht mehr wissen, ob der von den Tests stammt oder schon vorher dort war.

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