Freitag, 4. Juli 2014

Der Bombenanschlag Keupstrasse Teil 3: Die Anlieger als Zeugen

Kurzfassung: Die Aussagen der Anlieger waren unbrauchbar.
ENDE Teil 3.


Okay, etwas mehr Details.





Man hat alle Zeugen und alle Anwohner mehrfach aufgesucht, wenn man die Anwohner nicht antraf. 

9 Seiten Inhaltsverzeichnis über Zeugen- und Anwohnerbefragungen



2. Name von unten, das ist Ali Demirs Haus. Keupstrasse 37


Es gab keine brauchbaren Aussagen.
Es gab protokollierte Gerüchte: Mafia, Schutzgeld, PKK, Graue Wölfe, Türsteherkrieg, Drogenkrieg, und Ausländerhass.

Freie Auswahl sozusagen, aber nichts Konkretes... ein Zeuge sagte aus, der Mann mit dem Fahrrad hätte ein Cappy gehabt und blondes Haar. Es war aber nur ein Zeuge...


Nur EIN einziger Anwohner will niemals angesprochen worden sein: Ali Demir.


Er erlebte den Nagelbombenanschlag am 9. Juni 2004 in seinem Büro mit.  Unmittelbar nach der Explosion sah er vor seinem Laden zwei Männer, die mit Sicherungsmaßnahmen beschäftigt waren. Weil sie Waffen trugen, hielt er sie für Polizisten. Gekleidet waren sie in Zivil. Mit einem sprach er über den Anschlag. Allem Anschein waren sie die ersten Beamten am Tatort.
Heute stellt sich heraus: Die Beamten wurden offensichtlich nie polizeilich vernommen. Sie tauchen nicht im Einsatzbericht der Polizei auf. 

Ein wirklich sehenswertes Stück Propaganda. 
Axel Reitz, Nazis, Hajo Funke, wirklich Gehirnwäsche vom Feinsten.
Der "Switch" weg von Terrorbombe ist nachvollziehbar in Teil 2 belegt.

Was soll diese Desinformation und Propaganda?


Man hatte Anzeichen für ein hoch kriminelles Milieu in der PKK-Graue Wölfe-Hochburg Keupstrasse, und kurze Zeit vorher hatte es in Madrid einen islamischen Anschlag mit 200 Toten gegeben. Die Eisenbahn-Bombe...


http://50pf.files.wordpress.com/2012/12/madrid-train-bombing.jpg

Madrider Zuganschläge

Die Zuganschläge in der spanischen Hauptstadt Madrid waren eine Serie von zehn durch islamistische Terroristen ausgelösten Bombenexplosionen am 11. März 2004 (in Spanien umgangssprachlich mit dem Numeronym 11-M abgekürzt). Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kamen 191 Menschen ums Leben
Man hielt sich in Köln erst einmal vorsichtig zurück, denn Schwarzpulver passte nicht zu echtem Terror




Und er lügt, der Ali Demir, und zwar derart dumm, dass es auch dem letzten Trottel auffallen muss:


Was geschah weiter?
Ich bin daraufhin sofort auf die Straße gelaufen. Dort sah ich vor dem benachbarten Textiliengeschäft den Polizisten. Ich habe den Polizisten eingeholt und habe ihn gefragt, was passiert sei. Als er nicht antwortete, habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich die Interessengemeinschaft der Keupstraße vertrete und deshalb gerne eine Aufklärung hätte.
Was erhieltst du dann zur Antwort?
Er hat dann gesagt: „Schauen Sie doch einfach mal auf den Boden“. Ich habe auf den Boden geschaut und Metallstücke gefunden. Als ich ihn darauf hinwies sagte er: “Das sind nicht nur Metallstücke, das ist eine Nagelbombe.“ In diesem Moment sah ich auf der anderen Seite einen zweiten Zivilpolizisten. Beide wollten den Tatort absperren.
Erst 20 Minuten später traf die uniformierte Polizei ein.

Mal ernsthaft: Die ersten Polizisten in Uniform waren 2 Minuten nach dem Anschlag vor Ort.
Siehe Teil 2.


Ist es in einer Großstadt wie Köln überhaupt vorstellbar, dass eine Bombe explodiert, und 20 Minuten lang keine Polizei erscheint?

Natürlich nicht.

Herr Lehle, ist Dir das gar nicht aufgefallen, dass Ali Demir Blödsinn erzählt?
Du zitierst das sogar... genau diesen Blödsinn...


Thomas Moser in Kontext:


Demir beschreibt die beiden Beamten von damals. Beide waren wesentlich kleiner als Baumeister und Voß. Der erste, für den Baumeister präsentiert wurde, circa 1,70 bis 1,72 Meter groß. Der andere, für den Voß geschickt wurde, circa 1,75 bis 1,77 Meter. Baumeister ist etwa 1,80 Meter groß, Voß noch größer. Die Beamten, die Demir sah, trugen Zivil, normale Hose, normales Hemd, kleinkariertes Muster, normale Jacke, Sportschuhe, beide unterschiedlich angezogen.
Baumeister und Voß sollen, so das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen, Einsatzoveralls angehabt haben. Voß gab vor dem Ausschuss sogar an, Uniform getragen zu haben. 

Zwei unbekannte Polizisten am Tatort

Mit Baumeister und Voß haben Innenministerium und Polizei dem Untersuchungsausschuss und der Öffentlichkeit am 25. April zwei falsche Männer präsentiert und halten gleichzeitig zwei andere verborgen. Warum? Wer waren sie? Warum waren sie in der Keupstraße?

Warum eigentlich Polizisten, Herr Moser ???
Wie kommen Sie auf diese total indizienfreie Behauptung?
Warum nicht "so ne Art Temme", also "Aufpasser/Begleiter für Aktionen Dritter" ???
Dazu passte der Anruf dieses Menhorn vom BfV...


Müßte ich nachschauen: Ist im Aust-Buch sehr oft erwähnt. Sinngemäß: Anfang der 0er Jahre stellte das BfV in der Abteilung "Beschaffung" wegen 9/11 viele neue Leute ein, direkt von der Uni. Politologen und Historiker.

Darunter Lothar Lingen (der der die Aktenvernichtung veranlaßte), Christian Menhorn ( der der nach dem Keupstrassenanschlag abends über die Vermittlung so dringend einen Ansprechpartner gesucht hat) und eben dieser Martin Thein als V-Mann Führer von Tarif/Michael See. Letzterer ist m.E. mehrmals aufgefallen durch gravierend falsche Einschätzungen seines V-Manns bzw. dessen Informationen.

Generell werden diese 3 als absolute Insider bzw . Strategen & Vertuscher dargestellt. 


War jetzt alles aus dem Gedächtnis...
Danke @tommes


Also, Herr Moser, die Frage an Sie:

Wieso Polizisten?
Herr, lass Hirn regnen...


Davon abgesehen ist zu bedenken:

Ali Demir kann nicht 2 Bewaffnete -als Einziger- gesehen haben, 31 Meter vom Explosionsort, ohne das andere Leute diese Bewaffneten ebenfalls gesehen hätten.

Ali Demir sollte befragt werden, wie alle anderen Anwohner auch, aber er entzog sich. Absichtlich oder nicht absichtlich, das wissen wir nicht, aber Fakt ist: 

Er wandte sich nie an die Polizei, die mehrfach alle Anwohner aufsuchte.

Siehe Teil 1:
Wo hatte der "vergessene Zeuge" Ali Demir sein Büro? Nr. 37
Wie weit ist das entfernt? 31 m.

Zufällig ist Ali Demir ein Verwandter des Friseurs Yildirim, wo die Bombe explodierte?
Der Schwiegervater gar? Oder der Bruder? Ein Cousin?



Und Ali Demir, Mitarbeiter im Steuerhilfevereinsbüro, war nicht in der Lage, die Polizei anzusprechen, um seine Beobachtung mitzuteilen?




Das ist zwar eine ganz prima Desinformation, die der WDR und Thomas Moser hier offensichtlich betreiben, aber sie ist verwerflich. Weil sie von den wahren Tätern ablenkt.
Oder schlimmer: Ablenken soll ???

Die Aufklärung des Keupstrassen-Attentates kann mit solchen "Aufklärern" niemals gelingen.

Da darf sich auch Wolf Wetzel einreihen.

Ende Teil 3

1 Kommentar:

  1. Die Polizeiteams rückten doch erst 20 Minuten nach dem Anschlag aus. Das sagen die hier veröffentlichen Dokumente. "Um 16:21 begeben sich die Einsatzteams (...) zum Einsatzort, wo sie gegen 16:29 eintreffen."

    Nur zwei Polizisten, einer uniformiert, waren sogleich am Tatort gewesen, weil sie zufälligerweise in der Nähe zu tun gehabt hätten. Sie waren nicht bei Demirs Steuerbüro gestanden, da sie laut Demir zu groß sind, und er nicht-uniformierte Männer beobachtete.

    Welchen Beleg gibt es für die Behauptung, dass Demir sich mit seiner Beobachtung nicht gleich an die Polizei wandte? Gibt es da Dementis der Polizei / Geheimdienste?

    Laut "kontext" hätte er sich sogar an die Bundesanwaltschaft gewandt und schon "vor Jahren" Drohbriefe erhalten.

    "Der Zeuge Demir teilte seine Beobachtung auch der Karlsruher Behörde mit. Der NSU-Untersuchungsausschuss erfuhr von dem Zeugen Demir. Er befragte weitere Bewohner der Keupstraße, und einige bestätigten die frühe Anwesenheit von Beamten. Bekannt wird außerdem, dass Demir schon vor Jahren Drohbriefe erhalten hatte, zugeschickte Zeitungsberichte über die sogenannten Dönermorde und über V-Leute."

    Die Angriff auf Herrn Demir kann ich nicht nachvollziehen.
    friedensblick.de

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