Donnerstag, 17. Juli 2014

Das Bekenntnis zur Bombe Keupstrasse wurde bei der Nachsuche im Schutt gefunden

Im vorletzten Blogbeitrag wurde der Auswertungsvermerk von Frau König vom BKA vorgestellt (und vollständig dokumentiert), dass auf einer Festplatte namens EDV 11 mit einer Laufwerksbezeichnung C: , 9 Ordnern und insgesamt 270 GB Daten enthalten waren.



Der PC in Zwickau enthält das Bekenntnis von Max und Gerri zur Bombe Keupstrasse

Das BKA hat sehr zügig nach dem Auffinden der nicht verschickten Paulchen-DVDs analysiert, was diese Videos zu bedeuten haben, und die Auswertung der Festplatten (zum Teil unzerstört, feuerfest... und Löschwasser-resistent...) erbrachte denn auch Bekenntnisse.
Diese Bekenntnisse sind alle in dieser Akte enthalten, und das Inhaltsverzeichnis listet die Analysen ordentlich auf.




Wo kam dieses Asservat EDV 11 her?

480 Dateien in 68 Ordnern. Schreibt Frau König vom BKA.


Um die Herkunftsfrage der EDV 11-Festplatte zu beantworten, brauchen wir folgenden Auswertungsvermerk:








Wie Sie feststellen können, fehlt in den Anhängen A das Sicherungsprotokoll zu EDV 11.
Ausgerechnet...

Was steht denn nun zur Festplatte EDV 11 im Bericht geschrieben?




Auswertung nicht möglich.
Steht da. 
Speziallabor nötig.

Wo ist es wann gefunden worden, das Asservat EDV 11 ???




Draussen im Brandschutt am 9.11.2011, zusammen mit der Ceska 83 mit Schalldämpfer.

Also das hätte ich nie nicht vermutet.
Da bin ich jetzt aber tooootal überrascht.




Alles Wichtige wurde immer und ausnahmslos (?) später im Brandschutt gefunden.

- die Ceska 83 SD
- die Beweise Keupstrasse, die alten Videodateien mit den Vorgänger-Videos
- die ERMA-Pistole (2. vermutete Dönermordwaffe)
- die 2. Mordwaffe Heilbronn

Und auch in Eisenach wurde erst "später" gefunden...

- Holger Gerlachs Papiere im Wohnmobil erst 4 Tage später Gerlach wurde am 5.11. per Hubschrauber in Niedersachsen besucht, denkt an die 27.250 Euro Bargeld in seinem Bankschliessfach

- die Beute erst 1 Tag später (teilweise POSTBANK-Banderolen... statt Sparkasse...)

- die Beute Arnstadt und 20.000 Euro aus 2007 aus Stuttgart (LZB) auch 1 Tag später

- die Dienstwaffen aus Heilbronn... ist völlig unklar, da widersprüchliche Aussagen.



Und die Sache mit den Tattoos vom Herrn Böhnhardt ist auch noch nicht fertig erzählt...


Da kommt noch Einiges auf das BKA und die BAW zu... oder sollte man besser "Sicherheitsbehörden und Regierung" sagen ???

Kommentare:

  1. Kommt es keinem seltsam vor, dass eine Festplatte als "C:" benannt wurde, obwohl sie offensichtlich als USB (also extern) benutzt wurde?
    C: ist zu 99.99% eine interner Plattenname und bei einer festen Anmeldung/Benennung einer externen HD wird dies so gut wie nie getan.

    AntwortenLöschen
  2. Es war eine externe USB-Festplatte, das hat der Ronny Bodan aus Sachsen dokumentiert.

    Die Feinheiten, da bin ich überfragt, ich bin PC-Legastheniker.

    AntwortenLöschen
  3. WEnn ich mich nicht irre, wurden auch diverse Patronenhülsen erst später von der Putzfrau gefunden - und Handys, welche der Arzthelfer der Leiche gestohlen hatte etc. Schon der Hammer!

    Aber Gedenksteine, Gedenkveranstaltung im Bundestag, Entschädigungen an die Opferfamilien und Strassenumbenennungen. Nicht der sogenannte NSU ist oder war eine kriminelle Vereinigung - sondern das BKA und die Bundesanwaltschaft sind eine solche.

    Danke für die Aktenzeichen. Jetzt wird die Sache rund!

    AntwortenLöschen
  4. Das "NSU" Verfahren hat viel Ähnlichkeit mit dem "Schmücker Prozess". Er dauerte von 1976 und endete nach 591 Verhandlungstagen und vier Verfahren 1991 mit der Einstellung des Strafverfahrens. Das Verfahren wurde massiv von der Staatsmacht manipuliert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Schmücker-Prozess

    AntwortenLöschen
  5. Wo in den Akten steht das mit "Laufwerk C:"?
    Ich habe es bisher nur im Text gelesen, aber nicht in den Screenshots der Akten.
    Es wäre wirklich sehr ungewöhnlich, wenn eine externe Festplatte den Laufwerkbuchstaben C: hätte.

    AntwortenLöschen
  6. Ist das ein e ?

    http://4.bp.blogspot.com/-seNyGk8qaNU/U8d3ETj8ecI/AAAAAAAAJNM/RF7KPNTTkMY/s1600/k2.jpg

    AntwortenLöschen
  7. Da steht tatsächlich ein "c".

    Der Laufwerksbuchstabe einer externen Festplatte wird aus technischer Sicht nicht auf der Festplatte selbst gespeichert, sondern das Betriebssystem weist der Festplatte den nächstfolgenden freien Laufwerksbuchstaben zu.
    Man kann den Laufwerksbuchstaben auch manuell festlegen, aber dann wird der Buchstabe auch nicht auf der Festplatte gespeichert, sondern Windows schreibt das in die Registry in einen Schlüssel an diese Stelle:

    HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\MountedDevices
    \DosDevices\E:
    und dahinter dann zur eindeutigen Identifizierung die Seriennummer der Festplatte als Dateninhalt dieses Schlüssels.

    Da die Polizei nur mit dem Image der Festplatte arbeitet, würde sich die Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens dann nicht auf den "NSU"-Computer beziehen, sondern auf den Polizeicomputer beziehen bzw auf die Auswertesoftware, mit der die Polizei das Festplatten-Image lädt und die dem Image dann den Buchstaben "c" einfach als Voreinstellung zuweist.
    Vermutlich bezeichnet diese Auswertesoftware der Polizei einfach jedes Festplattenimage erstmal als "c".

    In dem Screenshot steht direkt anschließend etwas von "9 Überordnern". Normalerweise nennt man Order aber nicht "Überordner", sondern "Unterordner", da das Wurzelverzeichnis ("c") die oberste Ebene ist. Daraus kann man schließen, dass der Auswerter der Polizei nicht allzuviel Ahnung hatte und dann die Laufwerksbuchstabenbezeichnung falsch interpretiert hat.

    Man müsste in der Registry des "NSU"-Computers ("AMD Marke ASUS" bzw den anderen PCs und Laptops des "NSU" und auch in den PCs von Andre Eminger) nachsehen, welcher Laufwerkbuchstabe der zur externen Festplatte passenden Seriennummer zugewiesen ist.
    "c" wird da mit ziemlicher Sicherheit nicht stehen.
    Wenn die Polizei Pech hat, dann steht die Seriennummer der externen Festplatte gar nicht drin und das würde dann bedeuten, dass diese externe Festplatte niemals am "NSU"-Computer angeschlossen war.
    So schwarz sehe ich das aber nicht.
    Vermutlich steht die passende Seriennummer in der Registry drin und links daneben steht der korrekte Laufwerksbuchstabe, unter dem diese externe Festplatte am "NSU"-Computer zu sehen war.
    Das müsste die Polizei mal verifizieren ob da nun die passende Seriennummer drin steht oder ob die fehlt.
    Wenn die Nummer in der Registry fehlt dann war es das mit der offiziellen Version, denn dann war diese Festplatte nie angeschlossen und jemand hat diese Festplatte in den Schutt geschmissen.

    AntwortenLöschen
  8. Danke, sehr gut erläutert, wie mir scheint.

    Im Schutt gefunden ist schon verdächtig genug...

    es gibt noch ne andere HD, die von der BKA-Frau König ausgewertet wurde, die kommt morgen dran. Da sind EMinger-Fotos usw. drauf...

    AntwortenLöschen
  9. Festplatten Buchstaben-Zuweisung:
    http://www.tippscout.de/windows-laufwerksbuchstaben-festlegen_tipp_6002.html

    In allen Computers ist "C" das Start/Root Laufwerk. Wenn man eine externe-Platte mit dem Buchstaben "C" anhängt gibt es Probleme.
    http://www.windows7inside.de/windows-7-tipps/fehlerfrei/vergeben-sie-bei-problemen-einen-festen-laufwerksbuchstaben-fuer-ein-usb-geraet/

    Also warum sollte jemand so unglaublich doof sein, ausgerechnet "C" für eine externe Platte zu vergeben? Viel eher war die "C" Platte vorher eine interne Platte, aber das ist ja leicht feststellbar, wie sie formatiert war. Doch dazu gibt es in den Akten keinen Hinweis. Warum?

    AntwortenLöschen
  10. es ist eine externe USB-HD, das steht in Ronny Bodachs Asservatenvermerk mit den Bildern der HD.

    Es gibt da noch ein Behördengutachten dazu, vom BKA, wie man das Ding wieder lesbar gemacht habe.

    Das habe ich aber noch nicht gelesen...

    AntwortenLöschen