Samstag, 31. Mai 2014

NSU Sach- und Lachgeschichten Nr. 13: "Pogromly" und "Jude ärgere Dich nicht"

Nach dem Untertauchen 1998, noch vor dem ersten Raubüberfall bei EDEKA, plante das Trio aus Jena seinen Lebensunterhalt mittels Produktion eines KZ-Spiels zu finanzieren. Genauer gesagt, mittels Produktion und Vertrieb eines Monopoly-Klons namens Pogromly

Dieses Spiel soll bei Beate Zschäpe in der Wohnung am Nachmittag des 26.1.1998 (Razziatag) gefunden worden sein, und auf der "Präsentation" im Februar 1998 ist es auch zu erkennen:



Quelle: TA
Das Spiel "Pogromly" befindet sich neben den 4 Rohrbomben und dem TNT (1392 Gramm)  in der Plastiktüte.
Ach nee, das TNT und die Rohrbomben gab es ja gar nicht, Sorry.

Also nochmals: Das rassistische, menschenverachtende NAZI-Spiel steht neben dem bei der Razzia aufgefundenen roten Bombenkoffer.
Wieder falsch, der wurde ja 1997 vor dem Theater in Jena aufgefunden, Sorry. War ausserdem ne Attrappe.

3. Versuch: Das Scheiss Spiel ist neben dem roten Koffer zu sehen. Basta.

Dieses Pogromly wurde für 50 DM Kosten produziert und für 100 DM verkauft. 
Die Käufer wurden bislang weder ermittelt noch vor Gericht befragt. Die BBC soll auch ein Exemplar besitzen, ein gewisser Nick Frazer soll es von Andre Kapke gekauft haben. 1998.

Vorlagen für Nazi-Monopoly-Klone gab es genügend:


Quelle: Wiki englisch
Daraus machte man dann:


Quelle: SPIEGEL
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bild-946072-643546.html
Helbig, Wohlleben und Kapke sollen in den Vertrieb eingebunden gewesen sein, hatten Spiele im Keller. Helbig und Kapke räumten das auch vor Gericht ein. Verjährt, und für die Aufklärung von 10 Morden völlig irrelevant. Medienhype mit Bullshit, wie fast immer.

Die Vorläufer solcher rassistischer, nazistischer Spiele kamen in den 1980ern in Umlauf:


Quelle: Karlheinz Hoffmann WSG-Betreiber a.D.
Und -oh Wunder-, dieser Ex-Polizist war ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes:



Quelle: KH Hoffmann
Ja ja, der Verfassungsschutz. 1982 und 1998, gar keine neuen Ideen?
Bitte beim nächsten Mal den Mitarbeitern im Untergrund eine lukrativere Einnahmequelle mit in den "Untergrund" geben!

30 Spiele mit je 50 DM Gewinn, das waren dann knapp 800 Euro Verdienst.

Davon kann doch niemand leben, Menno!!!

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