Freitag, 30. Mai 2014

NSU Sach- und Lachgeschichte Nr. 9: Was ist der NSU, und wie viele gab es? Teil 1

Der 1. NSU stammt aus dem Jahr 1999, und er hiess damals noch NSUD:

Nationalsozialistische Untergrundkämpfer Deutschlands

etwas sperrig, der Begriff, und aus Brandenburg. 
Dokumentiert im Abschlussbericht des Bundestags-NSU-Ausschusses.

5. August 1999. Im Innenministerium Brandenburg geht eine E-Mail ein, in der sich als Absender eine Gruppierung namens „Nationalsozialistische Untergrundkämpfer Deutschlands“ zu erkennen gibt. Der Inhalt der E-Mail wurde im Abschlussbericht des Untersuchungsauschusses des Bundestags zum NSU vom 22. August 2013 komplett abgedruckt und lautet wie folgt:
http://ef-magazin.de/2013/11/19/4667-nsu-seit-wann-wussten-staatliche-stellen-vom-gewaltpotential

Der Absender dieser Mail konnte -natürlich- niemals ermittelt werden, aber immerhin sollte Innenminister Ziel ermordet werden. 

„Tach und Heil Euch, na, Ihr Spitzenpolitiker! Es kotzt uns so langsam richtig an, was hier in unserem schönen Brandenburger Land so abgeht. Jetzt wird hier ein Bündnis nach dem anderen gegründet, der Deutsche Steuerzahler bezahlt natürlich, aber was bringt das ganze??? Wann begreift Ihr endlich, dass in Mitteldeutschland das Bekenntnis zur Nationalen Weltanschauung stets wächst? Wir lassen uns nicht knechten Wir fordern Meinungsfreiheit, Ihr habt keine Narrenfreiheit! Behandelt national gesinnte Menschen wie jeden anderen auch, das schreibt nun mal das völlig überalterte Grundgesetz vor, und dies auch in Brandenburg! Mit eurer sogenannten MEGA Truppe, kommt Ihr Euch ja mächtig stark vor, was? Eine Truppe von dummen Idioten ! Eure Erfolge sind doch lächerlich, eure Verbote komplett zurückzuweisen. Lasst uns unsere Musik hören, wenn jeder Nigger in Deutschland singen darf, werden wir wohl auch unsere deutschen Lieder genießen dürfen, sei es zu Hause oder auch auf Konzerten, und zwar auch in Brandenburg! Lasst uns marschieren und uns das RECHTE WORT sprechen! Und damit wir diese Sachen durchsetzen können fordern wir die Abschaffung der MEGA, und den Rücktritt des Innenministers, unserem Stasianhänger und Anti - Deutschen, Herrn Alwin Ziel! Nieder mit diesem Penner, und seinem Multikulturellen Weltbild! Macht Brandenburg freier, macht Hohen Neuendorf freier, und somit die Welt um einen Volksverräter ärmer! Widerstand, wir nehmen die Waffen zur Hand, und auf Wiedersehen Herr ZIEL! Die Uhr tickt, und das Ultimatum läuft! Wir stehen bereit, und werden handeln! Auf unseren Sieg und Ihre Niederlage!“ Die Verfasser beenden den Drohbrief mit „freundlichen Grüßen.“
MEGA Truppe
verweist auf 
MEGA, TOMEG und Staatsschutz
Die Brandenburger Polizei ist in mehrere Polizeisondereinheiten unterteilt. Einige davon haben sich ausschließlich der Verfolgung von politisch aktiven Menschen verschrieben. Zum einen gibt es die MEGA, die sogenannten Mobilen Einsatztrupps gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit.
Dank an die Antifa Cottbus http://www.antifa-cottbus.de/index.php/archiv/16-artikel/kurzmeldungen/3-repressionen-gegen-linke-strukturen-verstaerkt-auch-in-cottbus

Da tippe ich einfach mal auf diese 2 Verfasser:

Corelli "HJ Tommy" aus Halle, gerade verstorben,  BfV-Quelle Q1 seit 1994
Piatto, LFV Brandenburg/ BFV-Spitzel seit ca. 1992
Die besondere Ironie liegt darin, dass Alwin Ziel, der bedrohte Innenminister, sich von der "moralischen Instanz" (bei Häuserspekulationen?) und Vorsitzenden des ZdJ Ignaz Bubis "das Okay einholte", einen Fast-Mörder wie Piatto als Spitzel anheuern zu dürfen.

Ob Piatto auch Waffen für das "beim BfV in Chemnitz untergetauchte Trio aus Jena" besorgen sollte, das ist nicht sooo klar. 
Bei 20 Waffen spielt das auch keine Rolle, ob er 1 oder 2 besorgte...

Aber er könnte zusammen mit Leuten wie Nick Greger und Corelli Thomas Richter durchaus der 1. NSU gewesen sein. Greger war laut Geständnis beim Elsässer auch mal Spitzel. Passt also da gut rein.

Da Piatto seit 2001 im Zeugenschutzprogramm lebt und versteckt wird, dürfte seine Vorladung schwierig werden.

Eine Gewaltenteilung existiert in der BRD bekanntlich nicht, daher kann die Exekutive die Gerichte an der Nase durch die Manege zerren, wovon sie seit den RAF-Prozessen auch reichlich Gebrauch macht. 

.mittelbayerische.de
So muss man auch den NSU-Prozess in München sehen: 
Staatsschutzsenat? Notwehr-Exzess-Götzl?
Au weia.
Manege frei!

Mehr ist vom 1. NSU nie bekannt geworden...

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